
Im Mittelalter waren die Staufer das bedeutendste schwäbische Adelsgeschlecht. Es brachte im 12. und 13. Jahrhundert mehrere schwäbische Herzöge und römisch-deutsche Könige und Kaiser hervor. Der Name Staufer leitet sich von der Burg Hohenstaufen auf dem am Nordrand der Schwäbischen Alb bei Göppingen gelegenen Berg Hohenstaufen ab.
Die Staufer lassen sich bis ins 8. Jahrhundert zurückführen. Anfänglich besaß diese Familie weder einen Besitz noch einen Grafentitel, doch waren sie möglicherweise mit dem fränkischen Königshaus der Merowinger verwandt. Sie stiegen um 812 in den Grafenstand auf. Danach begann der unaufhaltsame Aufstieg der Dynastie, aus der so berühmte Kaiser wie Friedrich Barbarossa oder Friedrich II. hervorgingen.
Der Epoche und den Persönlichkeiten der Staufer widmet sich die große Sonderausstellung „Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa“. Über 30 Jahre nach der „Staufer-Ausstellung“ in Stuttgart 1977 widmen die
Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim der Epoche des bedeutenden europäischen Herrschergeschlechts eine große
kulturgeschichtliche Schau.
In enger Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen wird eine Mittelalter- Schau präsentiert, die sich den Neuerungen und
Entwicklungsschüben der Stauferzeit in drei Regionen, dem Rhein-Main-Neckar-Raum, Oberitalien und dem Königreich Sizilien zuwendet. Mit bedeutenden, zum Teil erstmals in Deutschland gezeigten, originalen Zeugnissen und Pretiosen werden die Geschichte, Kunst und Kultur des staufischen Zeitalters lebendig gemacht
Anlässlich der Sonderausstellung „Staufer und Italien“ vom 19. September 2010 – 20. Februar 2011

Im Vorfeld der großen Ausstellung
bietet Kunst- & Kulturreisen zum Thema Staufer zahlreiche Exkursionen auf den Spuren der StauferFührungen in der Staufer-Ausstellung in den Reiß-Engelhorn-Museen - Mannheim und in der Ausstellung in der Universitätsbibliothek Heidelberg
Exkursionen und Führungen für geschlossene Gruppen auf Anfrage.
Auf der Straße der Staufer-Fahrt Nr. 1 und 2
Fahrt Nr. 1 – Exkursion am 06. August und
Fahrt Nr. 2 – Exkursion am 10. September
Zunächst fahren wir nach Göppinger-Faurndau und besichtigen die Stiftskirche. Sie ist um 1200 erbaut und zählt zu den bedeutendsten spätromanischen Kirchen im süddeutschen Raum.
Danach geht es nach Göppingen, dem frühstaufischen Marktflecken, der vom Kaiser Friedrich Barbarossa Stadtrechte bekam. Die gotische Oberhofenkirche ist das älteste Gebäude der Stadt. Anschließend fahren wir auf der Stauferstraße nach Hohenstaufen, der Wiege des Adelsgeschlechts der Staufer. Die Ruine der Staufer-Stammburg und die Barbarossakirche sind eindrucksvolle Zeugnisse der Stauferzeit.
Stauferspuren in Hessen - Fahrt Nr. 5
Fahrt Nr. 5 - Exkursion am 14. August
Es geht zunächst zum ehemaligen Kloster Lorsch. Es war in der Stauferzeit eines der wirtschaftlich und politisch einflussreichsten Klöster. In einer Ausstellung erfahren wir vieles über die große Vergangenheit des Reichsklosters. Der Klostergarten ist nach dem mittelalterlichen Vorbild rekonstruiert. Dort gedeihen wieder Pflanzen, die in der Klosterapotheke verwendet wurden. Anschließend besuchen wir Heppenheim, die schöne Fachwerkhausstadt an der sonnigen Bergstraße und die Starkenburg, eine Schutzburg des Klosters Lorsch. Zum Schluss besichtigen wir die Burg Breuberg, eine der am besten erhaltenen Burganlagen der Stauferzeit. Sie liegt eindrucksvoll auf einem Hügel des Odenwaldes.
Stauferspuren im Stauferland - Fahrt Nr. 3 und 4
Fahrt Nr. 3 - Exkursion am 03. September und
Fahrt Nr. 4 – Exkursion am 08. Oktober
Wir besuchen die Stauferstadt Göppingen und Umgebung mit der Ulrichskapelle in Adelberg, in Schwäbisch Gmünd, der ältesten Stauferstadt, die staufische Johanniskirche. Die spätromanische Pfeilerbasilika hat sich als der älteste und einzige Bau aus der Stauferzeit in Schwäbisch Gmünd erhalten. Am Nachmittag besuchen wir das ehemalige staufische Kloster Lorch. Die romanische Klosterkirche war ab 1140 Grablege der Staufer.
Stauferspuren am Neckar – Fahrt Nr. 6
Fahrt Nr. 6 - Exkursion am 05. November
Zunächst besuchen wir in der UB Heidelberg die Sonderausstellung „Codex Manesse, die Entdeckung der Liebe“. Die Liederhandschrift ist der kostbarste Schatz der Universitätsbibliothek. Es handelt sich um die älteste Sammlung der Liederhandschriften. Darin befinden sich Minnelieder vom 12. bis zum 14. Jh. Sie reichen bis in die Blütezeit der staufischen Klassik zurück. Der “Codex Manesse“ ist damit eines der Schlüsselzeugnisse für die Kunst und Kultur der Stauferzeit. Nach der Führung fahren wir am Neckar entlang nach Neckargemünd, einer mittelalterlichen Stadt, die in der Stauferzeit eine herausragende Rolle gespielt hat. Wir besuchen weitere Stauferorte am Neckar wie Hirschhorn und Eberbach.
Sondertermine für die Führung in der Staufer-Ausstellung:
Am Dienstag, 28.09. – um 15:00 Uhr
Am Sonntag, 03. 10. um 14:00 Uhr
Am Dienstag, 12.10. um 16:00 Uhr
Am Freitag, 09.11. um 15:00 Uhr.
Sondertermine für die Führung in der Ausstellung „Codex Manesse“:
Am Samstag, 06. 11. um 15:00 Uhr
Am Freitag, 26. 11. um 14:00 Uhr.